Warum entsteht bei der LiBr-Absorptionsanlage nicht kondensierbare Luft?
Die Definition von nicht kondensierbarer Luft
Im Zusammenhang mit Lithiumbromid-Absorptionskältemaschinen, Lithiumbromid-Absorptionswärmepumpen und Vakuumkesseln bezeichnet nicht kondensierbare Luft Luft, die weder kondensiert noch von der Lithiumbromid-Lösung absorbiert werden kann. Dazu gehören Luft, die aus externen Quellen in das System gelangt, oder Gase wie Wasserstoff, die beispielsweise durch Korrosion im Inneren des Geräts entstehen können. Nicht kondensierbare Luft beeinträchtigt die Leistung dieser Systeme negativ, indem sie den Unterdruck verringert, was wiederum die Wärmeübertragungseffizienz und den Gesamtbetrieb des Systems beeinträchtigt. Die ordnungsgemäße Steuerung und Entfernung nicht kondensierbarer Luft ist daher unerlässlich für die Aufrechterhaltung einer optimalen Systemleistung.
- Die Quelle nicht kondensierbarer Luft
- Leckage oder unsachgemäße Bedienung
LiBr-Absorptionsanlagen arbeiten unter Hochvakuumbedingungen, wodurch sie anfällig für Lufteintritt sind, wenn Leckagen oder Beschädigungen am Gehäuse oder den Wärmetauscherrohren vorhanden sind. Selbst bei hochwertiger Konstruktion ist es aufgrund des Verschleißes im Langzeitbetrieb schwierig, eine perfekte Luftdichtheit der Anlage dauerhaft aufrechtzuerhalten. - Durch innere Korrosion erzeugter Wasserstoff
LiBr-Absorptionsanlagen bestehen typischerweise aus Stahl oder Kupfer. Die Korrosion von Metallen durch LiBr-Lösung erfolgt primär durch elektrochemische Reaktionen. Unter dem Einfluss von Sauerstoff geben die Metalle Elektronen ab, wodurch Hydroxide (z. B. Cu(OH)₂) entstehen. Die abgegebenen Elektronen verbinden sich dann mit Wasserstoffionen (H⁺) in der LiBr-Lösung und bilden nicht kondensierbaren Wasserstoff (H₂).
- Leckage oder unsachgemäße Bedienung
- Umgang mit nicht kondensierbarer Luft
Zur Ableitung nicht kondensierbarer Luft sind die LiBr-Absorptionskältemaschinen und -wärmepumpen von Hope Deepblue mit einer Vakuumpumpe ausgestattet und verfügen standardmäßig über eine separate Luftkammer zur Speicherung der während des Betriebs entstehenden nicht kondensierbaren Luft. Zusätzlich lassen sich optionale Geräte und Funktionen wie Magnetventile und automatische Start-/Stopp-Vakuumsysteme in die Geräte integrieren. Diese Merkmale tragen wesentlich dazu bei, den Bedarf an manueller Entlüftung zu reduzieren, die Effizienz zu steigern und die Betriebskosten für die Kunden zu senken.
Veröffentlichungsdatum: 12. Januar 2024
